Die 10. Oldenburger Filmtage waren auch die letzten Oldenburger Filmtage

Die nordmedia GmbH hat uns sämtliche finanzielle Unterstützung gestrichen. Damit bricht ein wesentlicher Bestandteil unserer Finanzierung weg. Es ist sehr bitter, dass ausgerechnet das älteste Oldenburger Festival mit seinem unkonventionellen Profil nun durch rein marktwirtschaftliche Überlegungen zerstört wurde.

Das Land Niedersachsen hat seine kulturelle Verantwortung im Bereich Film an die nordmedia GmbH abgegeben. Diese jedoch fördert offensichtlich nicht mehr nach inhaltlichen Kriterien, sondern ausschließlich nach ökonomischen. Wichtig ist nicht mehr die Qualität des Programms, sondern das Spektakel darum herum. Anscheinend ist das Bild in der Zeitung, die Party und der Glamour mittlerweile förderungswürdiger als die inhaltliche Auseinandersetzung des Publikums mit einer Filmemacherin z.B. aus Namibia, Israel oder Palästina.

Wenn von öffentlicher Hand nur noch Events gefördert werden, die ohnehin aufgrund ihres Profils schon von Banken und Firmen gesponsert sind, verliert öffentliche Förderung seinen Sinn. Kritische und unbequeme Veranstaltungen werden verdrängt und gehen verloren.

Wir wollen unserem Publikum kein austauschbares Schmalspur-Programm bieten, deshalb sehen wir keine andere Lösung, als die Einstellung des Festivals bekannt zu geben.

Bedanken möchten wir uns hier noch einmal bei allen, die uns in den vergangenen Jahren unterstützt haben und die die Filmtage zu dem gemacht haben was sie waren: ein lebendiger Austausch zwischen den veranstaltenden Kinoinitiativen, den anwesenden Gästen und dem Publikum.

Phantastisches Film-Konzert am 27.09.2003

Am Samstag, 27. September 2003 um 20.00 Uhr verabschieden sich die Oldenburger Filmtage im Kulturzentrum PFL von ihrem Publikum: Zu sehen gibt es ein Phantastisches Film-Konzert - Stummfilme mit Live-Musik von Jo Ambros (Gitarre) und Jogi Nestel (Schlagwerk). Vier Filme, deren Bilder die Phantasie der Zuschauer anregen, werden untermalt von einer Live-Musik, die durch ihre spontane Frische die Stimmungen der Filme verstärkt.

Die Filme der Regisseure Luis Bu˝uel und Salvador Dalí, Karl Valentin und Bertolt Brecht, Georges Méliès und Virgil Widrich, der 2000 für den Oscar nominiert wurde, bieten eine Reise durch 100 Jahre Filmgeschichte.

Den Zuschauern der Oldenburger Filmtage ist Jogi Nestel sicher noch durch seine Vertonung von Karl Valentins "Der Sonderling", welcher den Abschluss der 8. Oldenburger Filmtage bildete, bekannt. Für dieses neueste Programm arbeitete er mit dem Berliner Gitarristen Jo Ambros wieder eine einzigartige musikalische Begleitung der Filmbilder aus.

Der Eintrittspreis für die Veranstaltung beträgt 8 Euro. Kartenvorbestellung unter Telefon 0441-2489646 oder per E-Mail an info@oldenburger-filmtage.de.

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